Wie gut sind Sie in der Kunst?
In der Kunst ist räumlich- sachliches Denken für den Künstler Pflicht.
Erste Erfahrungen zu sammeln und nur dann zu malen, um vorhandenes
zu intensivieren. Auch im täglichen Leben ist es sehr wichtig
gegenständlich zu Denken.
Wie zum Beispiel die Bereiche Medizin, Maschinenbau, Bauindustrie,
Flugverkehr, Handwerk, Sport, Forschung usw. sind ohne
das räumliche, sachliche und gegenständliche Denken
nicht mehr vorstellbar.
Gutes Handwerk, perfekte Feinmotorik, gute Koordination von
Bewegung basieren auf entwickeltem,
räumlich-sachlichem Denken. In allen Zeiten
bewahren die Kunstwerke des Künstlers das oben Genannte.
Neben der Bedeutung des räumlich-sachlichen Denkens beschäftigen
wir uns vor allem mit folgenden Fragestellungen:
- Was bedeutet es für meinen künstlerischen Erfolg, wenn ich mich
autodidaktisch beschränke?
- Wie kann ich meine räumlich-sachliches Denken an Kunst anknüpfen?
- Welche Zugriffsweisen haben die Künstler auf diese Kenntnisse?
- Welche Erkenntnisse ergeben sich dadurch für meine
Malerei wie für die Vermittlung?
Weitere Impulsgeber für die eigene praktische Arbeit und
inhaltliche theoretische Auseinandersetzung werden Beispiele
aus der zeitgenössischen Kunst sein.
Schauen Sie sich dazu auch die Bilder auf meiner Seite www.artneufeld.de an.
Das Seminar richtet sich insbesondere an die Hobbymaler,
Künstler, Kunstpädagogen, Sammler und andere Kunstinteressenten.
MALUNTERRICHT und räumlich-sachliches Denken
Dienstag und Donnerstag 18:30 - 20:45 Uhr
Ort: Realschule plus St. Thomas
Breitestr. 56626 Andernach
Dozent: Viktor Neufeld (www.artneufeld.de)
Grundgedanke dieser Seminarreihe ist es das räumlich-sachliche Denken zu entwickeln
und zu steigern.
Das Seminar richtet sich an Erwachsene Kunstinteressierte, Hobbymaler, Künstler oder Kunstpädagogen. Sie benötigen keinerlei Vorerfahrung.
Das Seminar gliedert sich in 4 Bausteine:
1) wird ihr räumliches Denken gesteigert, Sie lernen die Grundformen mit Sehen und Fühlen kennen.
2) wird ihr sachlich- gegenständliches Denken gesteigert, Sie kneten selbst die Grundformen mit Knetmasse.
3) werden die einzelnen Formen besprochen.
Im letzten Schritt erlernen Sie die allgemeinen Grundregeln zu Kunst und setzen die zuvor erlernten Kenntnisse mit Bleistift auf Papier um.
Nach dem Erlernen und Anwenden des räumlich- sachlichen Denkens sind Sie in der Lage eigenständige schöpferische Kunstwerke aus sich Selbst nach eigenen Ideen zu erschaffen.
Mitzubringen sind: Zeichenblock, Bleistift, Knetmasse (eine Farbe) Termine:
50580 Herbstkurs 2011:
Beginn 20.09.2011
Dauer: 2 Wochen = 12 Ustd.
Kosten: 25,00 Euro
50585 Winterkurs 2012:
Beginn: 24.01.2012
Dauer: 2 Wochen = 12 Ustd.
Kosten: 25,00 Euro
Anmeldung & Fragen bei VHS Andernach:
Tel.: 02632-922 164 Fax: 02632-922 219
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Grundregeln der Kunstmalerei ( auch für Abstraktmalerei* )
Unser Tägliches Leben hat Regeln. In der Musik hat der Komponist auch Regeln. Würde ein Schriftsteller bei seinen Romanen, mit den Buchstaben/Worten ein Würfelspiel spielen, was wäre es wohl für ein Buch geworden?
Warum sollte dann die Kunst, keine Regeln haben?
Einige Künstler behaupten das in der Kunstmalerei keine Regeln gibt und oft sagt man dass es einfach Geschmacksache sei. Geschmack ist nicht Angeboren, es liegt in der Erziehung und in der Bildung. Ob guter oder schlechter Geschmack, wenn ein Mensch die Grundregeln der Kunstmalerei kennt, der würde ohne große mühe ein Kunstwerk was kein Euro Wert ist erkennen und entlarven. Dann werden die „Mülleimer-Kunstwerke“ und „Kaiser neue Kleider“ mehr keine Schanzen haben in der Kunst sich durchsetzen.
Ein Kunstwerk muss folgende Merkmale haben:
ein Thema die mit dem Titel übereinstimmt, kein Sinnlosbrei.
eine gut durchgedachte Komposition:
richtiger Format, nicht zu Groß, nicht zu Klein, Hochformat oder Querformat,
Gestaltungsgesetze und Farbenlehre*
Merkmale zu Gestaltungsgesetze sind:
Figur und Grundwahrnehmung,
Zusammengehörigkeit,
Geschlossenheit,
Hierarchie,
Informationswert
Merkmale zu Farbenlehre sind*:
Veränderungen durch Farben: rot auf orange wirkt wie braun
Farbharmonie: farbige flächen die korrekt sind
Farbbedeutung: wärme, reife, erfolg, kühl, zeitlos, Reinheit
Farbwirkungen: optisch, physikalisch, körperlich, psychisch
Räumliche Wirkung: Geometrische Perspektive, Farbperspektive, Luftperspektive,
Lichtperspektive, Zurücktretend, Hervortretend, Kontrast
Farbbandbreite: die Natur ist ein perfekter Beispiel und keine Fotokamera erfast die Abstufung
von Farben
Die Gestaltungsmitteln sind:
Perspektivische Darstellung
mit der Größe: Vordergrund groß Hintergrund kleiner
mit der Schärfe: Vordergrund scharf, genau, Hintergrund unscharf, leicht ungenau
mit der Anordnung: Vordergrund unten, Hintergrund oben
mit der Schattenbildung: Objekte und Flächen in Licht und Schatten
mit der Überlagerung: Vordergrund vollständig, Objekte und Flächen
mit der Farben: Vordergrund warm und volle kraft, Hintergrund kalt und weniger kraft